Der Gemeinderat der Gemeinde Alfdorf hat am 19.07.2021 in öffentlicher Sitzung beschlossen, den Bebauungsplan „Stiftungsdorf im Haubenwasen, 1. Änderung“ gemäß § 2 BauGB aufzustellen. Der Bebauungsplan dient der Innenentwicklung und wird als Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren gemäß § 13 a BauGB aufgestellt. Von der Durchführung einer Umweltprüfung, der Erstellung eines Umweltberichts sowie der Eingriffs-/ Ausgleichsbilanzierung (§ 13 a Abs. 2 Nr. 1 BauGB i. V. m. § 13 Abs. 3 BauGB) wird abgesehen.

Weiter hat der Gemeinderat der Gemeinde Alfdorf am 19.07.2021 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des Bebauungsplanes „Stiftungsdorf im Haubenwasen, 1. Änderung“ gebilligt und beschlossen diesen nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) öffentlich auszulegen. Die Beschlüsse zur Aufstellung des Bebauungsplanes sowie zur Auslegung des Bebauungsplanes werden hiermit gemäß § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 2 BauGB bekannt gemacht.

Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 0,27 ha und befindet sich im Ortsteil Pfahlbronn der Gemeinde Alfdorf. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst das Flurstück 563 sowie Teilflächen des Flurstücks 565 der Flur 0 der Gemarkung Pfahlbronn.

Ziel und Zweck der Planung ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für die Ausweisung der dringend erforderlichen Flächen für altersgerechtes Wohnen sowie sonstige begleitende Nutzungen. Dabei soll der für das Plangebiet bereits bestehende Vorhabenbezogene Bebauungsplan „Stiftungsdorf im Haubenwasen“, rechtsverbindlich seit 02.04.2004 in einem Teilbereich geändert werden.

Maßgebend sind der Bebauungsplan mit Textteil (planungsrechtliche Festsetzungen und örtliche Bauvorschriften) und Begründung (Anlage 1) in der Fassung vom 19.07.2021, jeweils vom Büro LK&P. Ingenieure, Mutlangen.

Ort und Dauer der Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans wird hiermit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht.Der Entwurf des Bebauungsplanes „Stiftungsdorf im Haubenwasen, 1. Änderung" mit den o.g. Anlagen werden vom 28.09.2021 bis 28.10.2021 beim Bürgermeisteramt, im Rathaus Alfdorf, Obere Schlossstraße 28, 73553 Alfdorf während der Dienststunden (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils 8.00 – 12.00 Uhr und Donnerstag zusätzlich 16.00 – 18.30 Uhr) im Eingangsbereich zum Bürgerbüro (Erdgeschoss) öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen werden in diesem Zeitraum auch auf der Homepage der Gemeinde ins Internet gestellt: https://www.alfdorf.de/Leben & Wohnen/Bauen in Alfdorf/Bauleitplanung im Beteiligungsverfahren bzw. „Aktuelles“. Während des Beteiligungszeitraumes können von Jedermann Stellungnahmen zum Entwurf, schriftlich oder auch mündlich zur Niederschrift im Rathaus der Gemeinde Alfdorf abgegeben werden.

Schriftlich vorgebrachte Stellungnahmen sollten die volle Anschrift des Verfassers und die Bezeichnung des Bebauungsplanes enthalten. Die eingereichten Stellungnahmen werden dem Gemeinderat der Gemeinde Alfdorf zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt. Eingegangene Stellungnahmen werden mit jeweiliger Namensnennung öffentlich behandelt. Soll eine Stellungnahme anonym behandelt werden, ist dies auf derselben eindeutig zu vermerken. Das Ergebnis wird mitgeteilt.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können (§ 4a Abs. 6 BauGB).

Gemeinde Alfdorf, 16.09.2021

Ronald Krötz, Bürgermeister

Der Gemeinderat der Gemeinde Alfdorf hat in seiner öffentlichen Sitzung am 21.06.2021 den Entwurf für den Bebauungsplan „Strutweg - Ost, 1. Erweiterung“ mit örtlichen Bauvorschriften gebilligt und beschlossen, diesen nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch öffentlich auszulegen.

 

Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 1,47 ha und befindet sich im Ortsteil Pfahlbronn der Gemeinde Alfdorf. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst die Flurstücke 246/3 und 246/2 sowie Teilflächen der Flurstücke 149 (L1155), 240, 243, 242, 247 (Strutweg) und 267 (Gmünder Straße) der Flur 2 der Gemarkung Pfahlbronn.

 

Ziel und Zweck der Planung ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für die Ausweisung der dringend erforderlichen Gewerbeflächen zur Gewährleistung der Nahversorgung und zur weiteren gewerblichen Entwicklung des Ortsteils Pfahlbronn.

 

Maßgebend sind der Bebauungsplan mit Textteil (planungsrechtliche Festsetzungen und örtliche Bauvorschriften) und Begründung mit Umweltbericht (Anlage 1) in der Fassung vom 19.10.2020/21.06.2021, jeweils vom Büro LK&P. Ingenieure, Mutlangen. Weitere Anlagen wie der Bewertungsplan zur Eingriffs- / Ausgleichsbilanzierung (Anlage 2) in der Fassung des Büros LK&P. Ingenieure, Mutlangen vom 19.10.2020/21.06.2021, die Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (SaP) (Anlage 3) in der Fassung des Büros Visual Ökologie, Esslingen vom 01.09.2020 und die Baugrunduntersuchung (Anlage 4) in der Fassung von BFI - Büro für Ingenieurgeologie, Ellwangen vom 07.02.2020 sowie der Lageplan zur externen Ersatzmaßnahme E 1 (Anlage 5) in der Fassung des Büros LK&P. Ingenieure, Mutlangen vom 21.06.2021 sind beigefügt. Ort und Dauer der Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans wird hiermit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich bekannt gemacht. Der Entwurf des Bebauungsplanes " Strutweg - Ost, 1. Erweiterung " mit den o.g. Anlagen sowie die bereits vorliegenden wesentlichen umweltbezogenen Informationen werden vom 12.07.2021 bis 11.08.2021 beim Bürgermeisteramt, im Rathaus Alfdorf, Obere Schlossstraße 28, 73553 Alfdorf während der Dienststunden (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils 8.00 – 12.00 Uhr und Donnerstag zusätzlich 16.00 – 18.30 Uhr) im Eingangsbereich zum Bürgerbüro (Erdgeschoss) öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen werden in diesem Zeitraum auch auf der Homepage der Gemeinde unter "www.alfdorf.de/aktuelles“ ins Internet gestellt: Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar und einsehbar:

 

Aus dem Umweltbericht des Büros LK&P. Ingenieure:

– Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume

• keine geschützten oder schützenswerten Strukturen im Plangebiet vorhanden;

• Plangebiet ist zur Hälfte bereits bebaut und besteht zur Hälfte aus Ackerfläche;

• Schutzbedürftige Bereiche werden von der Planung nicht tangiert, da sich das geplante eingeschränkte Gewerbegebiet unmittelbar an den bestehenden Siedlungsrand anschließt;

• Versiegelte und bebaute Flächen für Fauna und Flora weitgehend ohne Bedeutung, geringes Habitatpotenzial für Fledermäuse an Bestandsgebäuden;

• landwirtschaftliche Flächen sind artenschutzrechtlich nicht von Bedeutung und auch ökologisch nur bedingt wertvoll; Verluste im Bereich der Schutzgüter bei Bebauung dennoch gegeben, so dass entsprechende Kompensationsmaßnahmen vorgesehen werden müssen;

• Gehölze bieten gewisses Spektrum an Lebensräumen für verschiedene Vogelarten, wobei nur Klappergrasmücke als seltene Vogelart betroffen wäre;

• Artenschutzrechtliche Untersuchung hat bei Erhalt der bestehenden Hecken und Gehölzstrukturen im Randbereich der Bebauung nur eine geringe bis gar keine Betroffenheit von Brutvögeln ergeben; mögliche CEF-Maßnahmen leiten sich dann aus den abschließenden Erkenntnissen ab;

• insgesamt geringe bis mittlere Empfindlichkeit des Schutzgutes.

– Boden / Fläche

• Insgesamt mittlere Qualität des Bodens; hohe Vorbelastungen im Bereich der Versiegelungen und Teilversiegelungen, gewisse Beeinträchtigungen durch landwirtschaftliche Nutzung;

• alle Böden besitzen unabhängig von ihrer Art und Ausbildung wichtige und unersetzbare Funktionen im Naturhaushalt;

Boden ist nicht vermehrbar;

• insgesamt Bodeneingriffe auf maximal ca. 0,67 ha Fläche zu erwarten; zentrale Funktionen des Bodens generell empfindlich gegenüber Versiegelung;

• Bereits bebaute Flächen haben ihre Wertigkeit für das Schutzgut Fläche schon in der Vergangenheit verloren;

• unbebaute Flächen besitzen unabhängig von ihrer Nutzung eine Wertigkeit, Fläche ist endlich;

• Freiflächen des Plangebiets werden als Acker bewirtschaftet, dadurch besteht eine gewisse Vorbelastung;

• alles in allem mittlere Empfindlichkeit des Schutzgutes; erhebliche Beeinträchtigungen durch Verlust von Boden / Fläche sind zu erwarten.

– Wasser

• Durch Neuversiegelungen erfolgt raschere Ableitung;

• Vorbelastungen durch Versiegelungen und Teilversiegelungen sowie durch landwirtschaftliche Nutzungen bzw. durch angrenzende Siedlungsflächen.

• Kontaminationsrisiko des Grundwassers ist gering einzuschätzen, da ausreichende Deckschichten vorhanden sind;

• durch die Planung erhält das Grundwasser ggf. weniger Zufluss, der Grundwasserspiegel kann dadurch sinken;

• Wirksame Neuversiegelung für das Schutzgut Wasser liegt bei maximal 0,67 ha Fläche;

– Klima / Luft

• Eine gute Durchlüftung des Plangebiets ist durch die relativ freie Lage am Siedlungsrand sowie des relativ gering ausgeprägten Reliefs der Landschaft gewährleistet; dadurch geringe Empfindlichkeit der Luftqualität;

• Die Zunahme des Verkehrs beeinträchtigt die Luftqualität nicht erheblich; geringe Emissionen durch Bautätigkeiten (Staub), durch Heizungsanlagen und Verkehr (Luftschadstoffe);

– Landschaftsbild / Erholung

• Wesentliche Funktionen der Naherholung sowie überörtliche Erholungsfunktionen sind nicht betroffen; Landschaftsraum ist insgesamt nur bedingt von Bedeutung für Erholungszwecke;

• Schutzgut insgesamt von geringer Bedeutung, daher keine Empfindlichkeit gegenüber Beeinträchtigungen.

– Mensch

• Keine wesentliche Beeinträchtigung angrenzender Wohngebiete oder der dort lebenden Menschen.

– Kultur- und Sachgüter - keine vorhanden

– Wechselwirkungen

• keine negativ aufsummierenden Wechselwirkungen zu erwarten.

– Sonstige

Der Regionale Grünzug, ebenso wie das Landschaftsschutzgebiet werden durch die Planung nur indirekt tangiert; keine erheblichen Beeinträchtigungen zu erwarten.

Aus Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange:

Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Amt für Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege

Externe Maßnahme

• Hinweis auf die Erforderlichkeit einer fehlender E1 Ersatzmaßnahme.

Bodenschutz

Ökopunkte

• Hinweis auf Defizit von Ökopunkten und Aufforderung zum Ausgleich;

• Anregung zur Ausnahme des Merkblattes "Bodenschutz bei Baumaßnahmen" in den Textteil

• Hinweis auf Umbenennung der Bezeichnung der Bodenfunktion in der Begründung

Kommunale Abwasserbeseitigung

Beseitigung des Niederschlagswassers

• Hinweis auf die Erforderlichkeit einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Hierfür ist ein formloser Antrag einschließlich der folgenden Planunterlagen in vierfacher Ausfertigung beim Amt für Umweltschutz des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis einzureichen.

• Hinweis auf Erforderlichkeit einer wasserrechtlichen Genehmigung für den Anschluss an die Flächenkanalisation. Dies wird parallel zum BPL-Verfahren beantragt.

• Bedenken zum Verlust von hochwertigen Bodenflächen und deren Ausscheiden aus der landwirtschaftlichen Produktion. Als Folge stehen diese Flächen nicht mehr für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermittel bzw. zur Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung

Landwirtschaftsamt

– Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

• Hinweis auf Rücksichtnahme agrarstrukturelle Belange bei der Inanspruchnahme von land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

• Anregung zur Überprüfung ob der Ausgleich oder Ersatz auch durch Maßnahmen zur Entsiegelung, erbracht werden kann.

– Geruchsimmissionen

• Hinweis auf die von landwirtschaftlichen Betrieben ausgehenden Emissionen von Gerüchen, Lärm und Staub, die ggf. zu tolerieren sind.

• Anregung zur Neubau des Discountermarktes auf der bisherigen beanspruchten Fläche und nicht wie geplant auf den land-wirtschaftlichen Außenbereichsflächen.

Private Stellungnahmen Einwender 1

– Erhöhtes Lärmaufkommen

• Anregung zur Ausrichtung der Anlieferung und des Kühlhauses von direkt angrenzenden Grundstücken abgewandt, Richtung freies Feld nach Alfdorf hin und Errichtung einer Abgrenzung wie Mauer.

 

Während des Beteiligungszeitraumes können von Jedermann Stellungnahmen zum Entwurf, schriftlich oder auch mündlich zur Niederschrift im Rathaus der Gemeinde Alfdorf abgegeben werden. Schriftlich vorgebrachte Stellungnahmen sollten die volle Anschrift des Verfassers und die Bezeichnung des Bebauungsplanes enthalten. Die eingereichten Stellungnahmen werden dem Gemeinderat der Gemeinde Alfdorf zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt. Eingegangene Stellungnahmen werden mit jeweiliger Namensnennung öffentlich behandelt. Soll eine Stellungnahme anonym behandelt werden, ist dies auf derselben eindeutig zu vermerken. Das Ergebnis wird mitgeteilt.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können (§ 4a Abs. 6 BauGB).

 

Gemeinde Alfdorf, 01.07.2021

Ronald Krötz, Bürgermeister